Mauerfeuchte

Wohnt man in einem alten Gebäude und zeigen sich an den Wänden in den Kellerräumen oder sogar im Erdgeschoß Verfärbungen, lösen sich die Tapeten am unteren Bereich der Wand oder blühen vereinzelt Salze aus den Wänden aus, also kristalline Ablagerungen, dann kann davon ausgegangen werden, dass die Wände feucht sind. Weitere Anzeichen für feuchte Wände sind Blasen werfender Innenputz, der nicht wirklich hält und stellenweise hohl klingt und auch eine eventuelle Schimmelbildung in den unteren Bereichen der Wand.

Weitere Anzeichen sind ein muffiger Geruch im Keller, der auch trotz Belüftung nur bedingt weggeht und ein feucht werden, schimmeln bzw. rosten der im Keller gelagerten Möbel, Gegenstände und weiteren Lagergut. Bei Büchern, Schuhen und Kleidungsstücken kann es zu Stockflecken kommen, wenn die Kellerräume feucht sind.

Zeigen sich vermehrt diese Anzeichen, weisen sie auf feuchte Mauern hin bzw. auf eine erhebliche Mauerfeuchte. Diese kann durch aufsteigende Bodenfeuchte entstehende, welches die häufigste Ursache für Mauerfeuchtigkeit ist. Es kann aber auch andere Ursachen für feuchte Mauern geben. Diese gilt es im Detail von Spezialisten zu untersuchen.

So kann auch eine undichte Horizontalsperre zu kapillar aufsteigender Feuchtigkeit im Mauerwerk frühen. Dies wiederum bringt die oben bereits genannten Feuchtigkeitsschäden sowie auch Schimmelpilz-, Schwammbefall und ähnliches mit sich. Mit der zunehmenden Feuchtigkeit nimmt auch die Wärmeleitfähigkeit der Hausmauer zu, das heißt, die Wärmedämmung wird schlechter, höhere Heizkosten sind die Folge. Durch die niedrigere Wandtemperatur kann es im Winter zur Kondensation an der Wand und somit zu einem weiteren Ansteigen der Durchfeuchtung kommen. Dadurch erhöht sich die wandfeuchte immer mehr, wenn nichts gegen feuchte Mauern unternommen wird. Der Schimmelbefall stellt auch ein Gesundheitsrisiko für die Bewohner da.

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