Asthma und aufsteigende Feuchtigkeit

Aus: The World Today – ABC ONLINE
Titel: The World Today – Link found between rising damp and asthma

In Australien gibt es besonders viele Menschen, die an Asthma erkrankt sind: Australien hat auf der ganzen Welt die höchste Asthma-Quote mit mehr als 2 Millionen Erkrankten. Gleichzeitig nehmen die Fälle von aufsteigender Feuchtigkeit in den australischen Wohnhäusern zu, was besonders für Asthma-Patienten problematisch sein kann.
Nach einer landesweiten Befragung durch das Königlich Australische Institut für Architekten befinden sich in Süd-Australien die meisten Gebäude, die von aufsteigender Feuchte heimgesucht werden. Asthma- Experten sind besorgt über diese Zunahme aufsteigender Feuchtigkeit in australischen Einfamilienhäusern, die speziell bei asthmakranken Menschen zu Asthma-Anfällen führen kann. Deshalb gab die „Australische Asthma Gesellschaft von Victoria“ eine Gesundheitswarnung heraus.

GEFAHREN DURCH AUFSTEIGENDE MAUERFEUCHTE

Auslöser für Asthma sind oftmals Staubmilben, Pilze, Sporen und Pollen. Das Risiko, dass das Asthmaleiden in den eigenen vier Wänden ausgelöst oder verschlimmert wird, ist umso höher, wenn sich in der Wohnung Schimmel bildet und eine große Menge an Staubmilben „logieren“. Dadurch können Asthmaanfälle provoziert werden, die sogar lebensgefährlich sein können.
Bei der Analyse durch Experten des Königlich Australischen Instituts für Architekten wurden im Detail etwa 65.000 Häuser auf dem ganzen australischen Kontinent unter die Lupe genommen. Sie stellten fest, dass bei bis zu 30 Prozent aller Häuser die horizontale Feuchtesperre porös war. Dies erhöht die Gefahr, dass die Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert und dem frühem 20. Jahrhundert beschädigt werden und beispielsweise Schimmelbefall auftritt. Für Personen, die unter Asthma leiden, könnte die Lebensqualität darunter erheblich leiden.
Wenn man sich die Asthmaauslöser vor Augen führt, dann spielt die innere wie auch die äußere Umgebung eine wichtige Rolle. Momentan sind über hundert unterschiedliche Auslöser bekannt. Dazu zählen der Wechsel von heißen Temperaturen in mit Klimaanlagen gekühlten Räume, Ängste, Grippe, Milben und Allergien – Dazu gehören auch Schimmelpilzsporen, die in Häusern mit feuchtem Mauerwerk verstärkt vorkommen.

AUSZIEHEN IST NICHT DIE EINZIGE LÖSUNG

Für Asthmakrank ist es aber nicht unbedingt notwendig, aus ihren feuchten Häusern auszuziehen. In erste Linie sollte ein Architekt angesprochen werden, um eine Lösung zu finden. Verschiedene Maßnahmen zur Trockenlegung und Sanierung können ausgearbeitet werden, um das Problem langfristig aus der Welt zu schaffen.
Gleichzeitig sollten die Bewohner regelmäßig Schimmel, Staub und Milben entfernen, um alle Einflüsse zu verringern, die ein Asthmaleiden verschlechtern könnten.
Den Original-Artikel in englischer Sprache finden Sie hier:
www.abc.net.au/worldtoday/content/2004/s1126379.htm

a

© 2016 Aquapol Wissenschaft | Impressum